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Geschichte der Datenverarbeitung

Mechanische Rechenhilfen

1633 baute SCHICKARD die erste mechanische Rechenmaschine.Die Maschine beherrschte die vier Grundrechenarten auf 6 Stellen Genauigkeit, ging aber in den Kriegswirren verloren. Größten Ruhm erntete der Franzose PASCAL , der für seinen Vater - dieser war Finanzbeamter1642 eine Addiermaschine baute. 1673 befaßte sich der deutsche Universalgelehrte LEIBNITS ebenfalls mit diesem Problem. Er erfand nicht nur wesentliche Verbesserungen, sondern schlug schon vor, das Zweiersystem (Binärsystem) anstatt des Dezimalsystems einzuführen. Bis zum Beginn des industriellen Zeitalters um 1800 warten die Rechenmaschinen aber eher ein Spielzeug als ein kommerziell eingesetztes Produkt. Erst ab 1830 wurden Rechenmaschinen industriell gefertigt und auch eingesetzt.Nach Erfindung des elektrischen Antriebs anstatt der Handkurbel begann das Zeitalter der Automation auch im Büro.

Automatische Ablaufsteuerung

Ein alter Menschheitstraum ist der Bau eines künstlichen Menschen ("Androiden").Bereits im Altertum gab es Weiwasser-Automaten (HERON um 100 n. Chr.) oder selbsttätige Bewässerungspumpen.An Fürstenhöfen und Jahrmärkten des 18. Jahrhunderts erregten Automaten in Tier- oder Menschenform für Aufsehen, weil sie schreiben, multiplizieren oder herumlaufen konnten.FALCON und JACQUARD steuerten  bereits 1805 Webstühle mit Lochkarten. HOLLERITH griff die Lochkartenidee 1890 wieder auf, als er in den USA die Volkszählung organisierte. Bei der Volkszählung 1880 dauerte die Auswertung mit 500 Helfern 7 Jahre. HOLLERITH schlug vor, die Daten auf Lochkarten zu verschlüsseln. 43 Zählgeräte schafften die Auswertung in wenigen Wochen. Hollerithmaschinen verbreiteten sich über die ganze Welt, und aus der Gründungsfirma entstand der heutige Computergigant IBMBABBAGE hatte sich schon 1820 mit dem Gedanken beschäftigt, einen Rechenautomaten mit Programmsteuerung über Lochkarten zu bauen. Erst ZUSE gelang es im Jahre 1942, in Berlin einen Rechner zu bauen, der über einen gelochten Filmstreifen gesteuert wurde. Diese Z3 beherrschte die vier Grundrechenarten, konnte Wurzeln ziehen und Addierte 20 Zahlen in einer Sekunde. 1944 baute AIKEN, in den USA, seine MARK 1. Dieser Rechner arbeitete noch mit Zahnrädern und war über 15 m lang. Bereits 1944 war der erste Röhrencomputer ENIAC durch MAUCHLY und ECKERT in den USA fertiggestellt. Dieser besaß 18000 Elektroröhren und beanspruchte die Größe einer Turnhalle.

Elektronische Datenverarbeitung

1957 wurden zum ersten mal Transistoren statt Elektronenröhren eingesetzt. NEUMANN hatte 1945 die Idee: auch das Programm soll wie die Daten im Speicher aufgehoben werden. Ab 1965 wurden anstatt Bausteine wie Transistoren und Widerstände integrierte Schaltungen (IC) benutzt. 1970 wurden auf Silizium Chips mehr als eine Millionen Schaltkreise untergebracht. In einer Sekunde werden mehr als 10 Millionen Arbeitstakte ausgelöst, die im Prozessor elementare Operationen wie Additionen auslöst. Durch Mikroprozessoren wurde die Datenverarbeitung in Wohnzimmern, heutigen Homecomputern, möglich gemacht, die viel mehr Leistung als die Großrechner um 1960 hatten. Die derzeitige Computer Generation wird von Tag zu Tag intelligenter.

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